17. Oktober 2026 — Ramzi Chamat
Casatax 2027: Wie hoch könnte die Genfer Obergrenze sein?

Der Zugang zu Wohneigentum in Genf bleibt für viele Haushalte eine strukturelle Herausforderung. In diesem Kontext stellt das CASATAX-System, das eine Reduktion der Handänderungssteuern beim Kauf eines Hauptwohnsitzes ermöglicht, einen wichtigen steuerlichen Hebel dar. Während der Genfer Immobilienmarkt weiterhin unter Druck steht, ist das Verständnis der Anpassungsmechanismen für diese Obergrenze für jedes Kaufvorhaben unerlässlich.
Der Indexierungsmechanismus: Eine technische Realität
Die CASATAX-Obergrenze wird nicht willkürlich festgelegt. Sie wird jährlich zum 1. März auf Basis des Genfer Baukostenindex angepasst. Dieser Mechanismus zielt darauf ab, das System an die Verteuerung der Baukosten anzupassen. Für 2026 wurde die Obergrenze auf CHF 1'394'928 festgelegt, was eine maximale Reduktion der Handänderungssteuern von CHF 20'924 sowie eine Halbierung der Registerabgaben auf die betreffenden Hypothekarurkunden, nicht sämtlicher Schuldbriefkosten oder Notariatshonorare ermöglicht.
Bis heute wurde für 2027 noch kein offizieller Tarif festgelegt. Die Entwicklung der Obergrenze wird von der Veränderung des Genfer Baukostenindex abhängen, gemäss den Beschlüssen des Staatsrates.
Welcher CASATAX-Betrag wäre 2027 denkbar?
Unser Artikel vom 29. September 2026 betrachtete eine Obergrenze um CHF 1’415’000 innerhalb einer Spanne von CHF 1,41 bis 1,42 Millionen. Diese vorausschauende Betrachtung greifen wir auf. Es handelt sich nicht um vom Kanton angekündigte Beträge, sondern um Simulationen einer möglichen Indexierung. Die folgenden Prozentsätze sind Rechenannahmen und keine Prognosen für den Index.
Formel: CHF 1’394’928 × (1 + angenommene Veränderung). Ergebnisse auf ganze Franken gerundet.
Angenommene Veränderung | Simulierte Obergrenze 2027 |
|---|---|
+0,5 % | CHF 1’401’903 |
+1,0 % | CHF 1’408’877 |
+1,5 % | CHF 1’415’852 |
+2,0 % | CHF 1’422’827 |
+2,5 % | CHF 1’429’801 |
Bei einer Annahme von +1,5 % ergibt die Rechnung CHF 1’415’852, also rund CHF 1,416 Millionen. Die im früheren Artikel genannten CHF 1’415’000 waren eine ungefähre Grössenordnung und nicht das exakte Ergebnis dieser Simulation. Bei +1 % liegt die simulierte Obergrenze nahe CHF 1,409 Millionen, bei +2 % bei rund CHF 1,423 Millionen. Keines dieser Szenarien ist ein offizieller Betrag oder eine Prognose mit statistisch bestimmter Wahrscheinlichkeit.
Beispiel: eine Wohnung für CHF 1’410’000
Dieser Preis liegt CHF 15’072 über der Obergrenze 2026. Auch bei den Simulationen mit +0,5 % und +1 % liegt er darüber. Ab dem Szenario mit +1,5 % liegt er unter der simulierten Obergrenze. Dies verdeutlicht den Schwelleneffekt, garantiert aber keine Berechtigung für 2027: Massgebend sind die tatsächlich geltenden amtlichen Beträge und sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen. Ein Kauf sollte nicht auf einer noch hypothetischen Steuerersparnis beruhen.
Die Herausforderung beim Immobilienerwerb: Der Schwelleneffekt
Das CASATAX-System beinhaltet einen strikten Schwelleneffekt: Übersteigt der Kaufpreis die zum Zeitpunkt des Rechtsgeschäfts geltende Obergrenze, verliert der Käufer den gesamten Steuervorteil. Es gibt keine Teilreduktion. Dies ist ein Punkt von grosser Bedeutung für Käufer, deren Budget sich in unmittelbarer Nähe der aktuellen Obergrenze befindet.
Finanzierung und Eigenkapital: Jenseits der Steuer
Obwohl CASATAX die Einstiegskosten senkt, ändert es nichts an den Anforderungen der Banken. Die Kreditinstitute halten an strengen Solvenzkriterien fest, einschliesslich des Stresstests bei einem theoretischen Zinssatz von 5 % und der Einbringung von 20 % Eigenkapital. Für die OAKS GROUP muss die Akquisitionsstrategie diese globalen Finanzparameter integrieren. Der Steuervorteil sollte als Ergänzung zu einer soliden und nachhaltigen Finanzierungsstruktur betrachtet werden.
Wichtige Erkenntnisse
- Die CASATAX-Obergrenze 2026 liegt bei CHF 1'394'928 mit einer maximalen Reduktion von CHF 20'924.
- Die Indexierung für 2027 hängt von der Entwicklung des Genfer Baukostenindex ab; ein offizielles Publikationsdatum steht noch aus.
- Das System ist auf Hauptwohnsitze beschränkt und schreibt eine Mindestnutzungsdauer von drei Jahren vor.
- Der Schwelleneffekt ist absolut: Eine auch nur geringfügige Überschreitung der Obergrenze führt zum vollständigen Verlust des Steuervorteils.
Häufig gestellte Fragen
Ist die CASATAX-Obergrenze 2027 bereits bekannt?
Nein, bisher wurde kein offizieller Tarif für 2027 verabschiedet. Die Beträge werden in der Regel jährlich zum 1. März basierend auf dem Genfer Baukostenindex angepasst.
Was passiert, wenn mein Kaufpreis die Obergrenze übersteigt?
Das CASATAX-System sieht keine Teilreduktion vor. Wenn der Kaufpreis zum Zeitpunkt des Rechtsgeschäfts über der geltenden Obergrenze liegt, profitiert der Käufer von keinerlei Reduktion der Handänderungssteuern.
Folgt die Indexierung dem Anstieg der Immobilienpreise?
Nein, der Mechanismus ist an den Genfer Baukostenindex gekoppelt. Er spiegelt somit die Entwicklung der Baukosten wider und nicht direkt den Anstieg der Verkaufspreise auf dem Genfer Immobilienmarkt.




