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20. September 2023 — Ramzi Chamat

USPI Suisse: 6 Maßnahmen gegen den Rückgang der Wohnungsleerstände

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Die Wohnungsfrage ist weltweit für viele Länder ein zentrales Thema. In der Schweiz ist diese Problematik besonders dringlich, da das Land ein stetiges demografisches und wirtschaftliches Wachstum verzeichnet. Die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Wohnraum rücken somit in den Fokus von Bürgern, Immobilienexperten und politischen Entscheidungsträgern.

Einleitung

Die Schweiz, bekannt für ihre wirtschaftliche Dynamik und Lebensqualität, steht vor einer grossen Herausforderung: einem deutlichen Rückgang der Wohnungsleerstandsquote. Diese Situation, die nun das dritte Jahr in Folge zu beobachten ist, weckt Sorgen hinsichtlich der Kapazität des Immobilienmarktes, den wachsenden Bedarf der Bevölkerung zu decken. Angesichts dieses Mangels und der steigenden Mieten hat der Schweizerische Verband der Immobilienwirtschaft (USPI Suisse) beschlossen, proaktiv vorzugehen und eine Reihe von Massnahmen vorzuschlagen. Die USPI Suisse hat ihre Besorgnis über den kontinuierlichen Rückgang der Leerstandsquote in der Schweiz, die mittlerweile bei 1,15 % liegt, zum Ausdruck gebracht. Diese Situation hat zu einer Wohnungsnot und steigenden Mieten geführt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat die USPI Suisse sechs Hauptmassnahmen vorgeschlagen:

I. Flexibilisierung des RPG

Die erste Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) wurde als zu restriktiv empfunden. Die USPI Suisse schlägt vor, den Kantonen mehr Flexibilität bei der Definition ihres Bedarfs an Bauzonen einzuräumen.

II. Überprüfung der Fruchtfolgeflächen-Quoten (FFF)

Es wird vorgeschlagen, die Quoten für Fruchtfolgeflächen (FFF) zu lockern. Als Vorbild dient hier der Kanton Waadt, der trotz seiner wirtschaftlichen Entwicklung eine hohe Quote aufweist.

III. Verzicht auf die systematische Berücksichtigung von ISOS-Inventaren

Kantonale Richtpläne sollten nicht mehr verpflichtet sein, ISOS-Inventare zwingend zu berücksichtigen, da diese dazu führen, Bauprojekte in Städten zu blockieren.

IV. Lockerung technischer Verordnungen

Es wird angeregt, bestimmte Verordnungen zu lockern, wie etwa die Lärmschutz-Verordnung des Bundes, die derzeit die Umnutzung ehemaliger Gewerbeflächen in Wohnraum erschwert.

V. Verschärfung der Voraussetzungen für Einsprachen

Die Bedingungen für das Einreichen von Einsprachen im Baubewilligungsverfahren sollten verschärft werden, da diese aktuell den Wohnungsbau verzögern.

VI. Vorkaufsrecht

Die USPI Suisse ist der Ansicht, dass das Vorkaufsrecht, wie es in den Kantonen Genf und Waadt praktiziert wird, keinen neuen Wohnraum schafft und die Eigentumsgarantie beeinträchtigt. Es sollte daher abgeschafft werden.

Diese Vorschläge zielen darauf ab, das Wohnungsangebot zu erhöhen und die Mieten in der Schweiz zu stabilisieren.

Fazit

Der Wohnungsmangel und die hohen Mieten in der Schweiz sind keine isolierten Probleme, sondern spiegeln einen globalen Trend in wachstumsstarken Regionen wider. Die Vorschläge der USPI Suisse bieten eine interessante Perspektive für den Umgang mit diesen Herausforderungen. Die effektive Umsetzung dieser Massnahmen erfordert jedoch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Immobilienbranche, den Behörden und der Bevölkerung. Nur durch gemeinsame Anstrengungen kann sichergestellt werden, dass jeder Schweizer Bürger Zugang zu bezahlbarem und hochwertigem Wohnraum hat.

**Quelle:**USPI Suisse

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