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18. November 2024 — Ramzi Chamat

Verdichtung der Villenzonen in Genf: Die Rolle der Oaks Group bei der nachhaltigen Entwicklung

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Mit einer Fläche von 282 km² ist Genf einer der kleinsten Kantone der Schweiz, aber auch einer der am dichtesten besiedelten. Die kantonale Bevölkerung könnte bis 2050 um 110 000 Einwohner auf rund 614 000 Menschen anwachsen. Dieses Wachstum übt einen enormen Druck auf den Immobilienmarkt aus, wo jährlich 2 800 neue Wohneinheiten geschaffen werden müssten, um einen massiven Mangel zu vermeiden. In diesem Kontext stellt die Verdichtung der Villenzone, auch Zone 5 genannt, eine tragfähige, wenn auch komplexe Option dar, um diesen Bedarf zu decken und gleichzeitig den Lebensraum sowie ökologische Anforderungen zu wahren. Oaks Group SA, ein wichtiger Akteur der nachhaltigen Immobilienentwicklung in Genf, spielt eine bedeutende Rolle, indem das Unternehmen hochwertige Wohnprojekte entwickelt, die diesen Herausforderungen gerecht werden.

Einführung

Die Villenzone, die etwa 11 % der bebaubaren Flächen Genfs umfasst, wurde lange als Wohngebiet mit geringer Dichte betrachtet, das Einfamilienhäuser in grüner Umgebung bietet. Angesichts der Wohnungsnot hat sich diese Zone jedoch mit einem ursprünglich auf 0,2 festgesetzten Ausnutzungsziffer (AZ) als unternutzt erwiesen.

Seit den 1990er Jahren haben legislative und städtebauliche Reformen eine schrittweise Verdichtung ermöglicht. Für die Oaks Group SA stellt diese Entwicklung eine Chance dar, innovative Immobilienprojekte zu realisieren, die neue Umweltstandards und die Bedürfnisse der Bevölkerung harmonisch integrieren.

I. Ein sich wandelnder gesetzlicher Rahmen

1. Historie der Vorschriften

Das 1929 verabschiedete erste Gesetz über Bauten und verschiedene Anlagen (LCI) trennte bereits die Villenzone von der Landwirtschaftszone. Damals war die AZ auf 0,2 festgelegt. In den 1990er Jahren wurden Ausnahmeregelungen eingeführt, um dichtere Projekte wie Gruppenwohnungen oder zusammenhängende Bauten zu ermöglichen – allerdings nur in Ausnahmefällen.

2. Reform von 2012: Auf dem Weg zu höherer Dichte

Im Jahr 2012 erlaubte eine Reform eine höhere Dichte (AZ bis zu 0,6) für Parzellen über 5 000 m² oder für Projekte, die hohe energetische Kriterien erfüllen. Zwischen 2014 und 2018 stieg die Zahl der in Villenzonen gebauten Wohneinheiten dank dieser Ausnahmen von 460 auf 1 300 Einheiten pro Jahr.

Diese Bauten konzentrierten sich auf sechs Gemeinden: Thônex, Vandoeuvres, Collonge-Bellerive, Chêne-Bougeries, Troinex und Veyrier, die die Hälfte der neuen Wohnungen aufnahmen.

3. Die Änderungen von 2020: Gezielte Verdichtung

Als Reaktion auf den öffentlichen Widerstand und die Notwendigkeit einer kontrollierteren Verdichtung wurde 2020 eine Aktualisierung des LCI verabschiedet. Fortan können nur noch Zonen, die als „Perimeter für verstärkte Verdichtung“ definiert sind, von Ausnahmeregelungen zur Erhöhung der AZ profitieren.

Strenge Umweltkriterien, wie 40 % Bodenabdeckung ohne Unterkellerung und ein Grünindex (IVER), sind nun obligatorisch. Diese neuen Anforderungen ermutigen Akteure wie die Oaks Group SA, innovative Ansätze für nachhaltige Projekte zu verfolgen, die das Gleichgewicht zwischen Dichte und Lebensqualität wahren.

II. Thônex: Ein gelungenes Beispiel

1. Ein maßvoller Wandel

Die Gemeinde Thônex, in der 70 % der bebaubaren Flächen Villenzonen sind, verdeutlicht, wie ein proaktiver Ansatz dieses Gebiet transformieren kann. Auf einer 15 000 m² großen Parzelle wurde in nur 18 Monaten ein lokaler Quartierplan (PLQ) verabschiedet, der den Bau eines vierstöckigen Gebäudes mit 84 Wohneinheiten (AZ 0,6) ermöglichte.

2. Übertragbarkeit der Ergebnisse

Die Erfahrung in Thônex zeigt, dass eine Koordination zwischen Gemeinden, dem Staat und den Einwohnern eine schnelle und effiziente Verdichtung ermöglicht. Für die Oaks Group SA inspirieren diese erfolgreichen Beispiele zu verantwortungsvollen Immobilienprojekten, die Umweltschutz mit Raumoptimierung verbinden.

III. Herausforderungen und Chancen

1. Differenzierte Verdichtung

Nicht alle Villenzonen können im gleichen Maße verdichtet werden. Sensible Gebiete mit reichem Kulturerbe oder landschaftlicher Bedeutung, wie Cologny oder Vandoeuvres, erfordern strengen Schutz (AZ begrenzt zwischen 0,25 und 0,3). Im Gegensatz dazu könnten Gebiete in der Nähe von Verkehrsknotenpunkten oder Stadtzentren je nach Projekt eine AZ von über 0,6 oder mehr vertragen.

2. Urbane und architektonische Qualität

Zwischen 2014 und 2018 löste die schnelle Zunahme von Projekten Beschwerden über als unverhältnismäßig empfundene Bauten aus. Eine bessere architektonische Integration, begleitet von qualitativ hochwertigen öffentlichen Räumen, ist entscheidend, damit die Verdichtung positiv wahrgenommen wird.

Für die Oaks Group SA stehen nachhaltiger Städtebau und eine sorgfältige Architektur im Zentrum jedes Projekts, um den Erwartungen der Bewohner gerecht zu werden und gleichzeitig die geltenden Normen einzuhalten.

IV. Perspektiven für eine nachhaltige Verdichtung

1. Signifikantes Potenzial

Wenn die Verdichtung der Villenzonen voll ausgeschöpft wird, könnte dies bis 2050 zur Schaffung von 10 000 bis 15 000 Wohnungen beitragen, was etwa 15 % des Gesamtbedarfs entspricht.

Für die Oaks Group SA ist dies eine Gelegenheit, ihre Rolle als Referenzakteur für nachhaltige Immobilienentwicklung in der Schweiz zu stärken. Jedes Projekt muss Innovation, Einhaltung ökologischer Standards und Raumoptimierung vereinen.

2. Eine langfristige Vision

Verdichtung muss Teil einer umfassenden Vision der kantonalen Entwicklung sein, die gemischte Projekte integriert, welche Wohnraum, Dienstleistungen und Grünflächen vereinen. Die Nutzung von Carsharing, die Reduktion privater Parkplätze und ein effizientes Wassermanagement sind Wege, um künftige Quartiere nachhaltiger zu gestalten.

V. Fazit

Die Verdichtung der Villenzone in Genf ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance. Durch die Kombination von Innovation, strengen Umweltkriterien und dem Dialog mit allen Beteiligten kann Genf zu einem Modell für kontrollierte Entwicklung werden.

Für Akteure wie die Oaks Group SA bilden diese Entwicklungen einen günstigen Rahmen für die Schaffung hochwertiger Wohnprojekte, die der wachsenden Nachfrage gerecht werden und gleichzeitig die Umwelt schonen.

FAQ

1. Wie trägt die Oaks Group SA zur Verdichtung der Villenzonen bei?

Die Oaks Group SA spielt eine aktive Rolle bei der Schaffung innovativer Wohnprojekte. Durch die Einhaltung neuer Normen, wie der Erhaltung von 40 % der Bodenfläche als unversiegelte Fläche, engagiert sich das Unternehmen für nachhaltige Lösungen, die die Lebensqualität der Bewohner erhöhen.

2. Welche Gemeinden sind betroffen?

Die sechs am stärksten verdichteten Gemeinden sind: Thônex, Vandoeuvres, Collonge-Bellerive, Chêne-Bougeries, Troinex und Veyrier; auf sie entfallen 50 % der durch Ausnahmeregelungen realisierten Wohnungen.

3. Was sind die Vorteile einer maßvollen Verdichtung?

Eine gut durchdachte Verdichtung ermöglicht es, die Nachfrage nach Wohnraum zu decken, während die Umwelt geschont und eine optimale Lebensqualität für die Bewohner bewahrt wird.

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