26. September 2025 — Ramzi Chamat
Casatax Genf 2026: Schätzungen zu Obergrenzen und Vergünstigungen für Käufer

Seit über zwanzig Jahren ist die Casatax-Regelung eines der wichtigsten Instrumente des Kantons Genf zur Förderung des Immobilienerwerbs. Durch die Senkung der Handänderungssteuern bietet sie Käufern von Hauptwohnsitzen eine konkrete Unterstützung. In einem angespannten Markt, in dem jeder Vorteil zählt, bleibt diese Massnahme für viele Haushalte unverzichtbar.
Die 2004 nach einer Volksinitiative der Genfer Immobilienkammer (Chambre genevoise immobilière) eingeführte Regelung Casatax wurde konzipiert, um die finanzielle Belastung beim Immobilienkauf zu verringern. Durch eine pauschale Reduktion der Handänderungssteuern und eine Halbierung der Gebühren für Schuldbriefe soll das System die Ansiedlung von Haushalten fördern und Wohneigentum begünstigen.
Der Erfolg des Systems beruht auf seiner Einfachheit, Effizienz und stetigen Weiterentwicklung, die an den jährlichen Genfer Baukostenindex gekoppelt ist.
Hintergrund und Grundlagen
Casatax trat am 4. März 2004 in Kraft, mit einer ursprünglichen Obergrenze von 1 Million CHF und einer maximalen Reduktion von 15’000 CHF. Das Ziel war von Anfang an klar: Wohneigentum in einem Kanton mit einem der höchsten Immobilienpreisniveaus der Schweiz erschwinglicher zu machen.
Die Bedingungen bleiben unverändert:
- Der Käufer muss eine natürliche Person sein.
- Die Immobilie muss als Hauptwohnsitz dienen.
- Der Bezug muss innerhalb von 2 Jahren nach dem Kauf erfolgen und die Eigennutzung muss mindestens 3 Jahre dauern.
Aktuelle Funktionsweise und Prognose 2026
Im Jahr 2025 bietet Casatax:
- Eine Preisobergrenze von 1’374’396 CHF.
- Eine maximale Reduktion der Handänderungssteuer um 20’616 CHF.
- Eine Halbierung der Eintragungsgebühren für den Schuldbrief.
Die Gesamtersparnis kann bis zu fast 27’000 CHF betragen.
Für 2026 sind die genauen Zahlen noch nicht bekannt. Basierend auf der jährlichen Indexierung gemäss dem Genfer Baukostenindex lässt sich jedoch Folgendes prognostizieren:
- Eine Preisobergrenze von rund 1,39 Millionen CHF.
- Eine geschätzte Reduktion der Handänderungssteuer von etwa 21’000 CHF.
Diese Werte sind indikativ und müssen im Frühjahr 2026 vom Staatsrat bestätigt werden.
Casatax und weitere kantonale Förderungen
Casatax funktioniert parallel zu anderen Mechanismen wie den LAPI-Darlehen und Bürgschaften. Seit 2025 wurden die LAPI-Preisobergrenzen an die von Casatax angepasst, was die Kohärenz der Instrumente stärkt und Käufern eine willkommene Ergänzung zwischen Steuervorteil und Finanzierungshilfe bietet.
Fazit
In zwei Jahrzehnten hat sich Casatax als tragende Säule der Genfer Wohnungsbaupolitik etabliert. Seine Stabilität, die regelmässige Anpassung und die Komplementarität zu anderen Hilfen machen es zu einem bedeutenden Vorteil für Immobilienkäufer.
Auch wenn die exakten Beträge für 2026 erst später offiziell bekannt gegeben werden, spricht alles dafür, dass die Regelung weiterhin eine spürbare Entlastung für künftige Eigentümer bieten wird und ihre strategische Rolle bei der Förderung des Wohneigentums unterstreicht.

