07. Oktober 2026 — Ramzi Chamat
Immobiliensteuern in Genf: Wichtige Änderungen ab 2029

Ende 2026 befindet sich die Immobilienbesteuerung in Genf und der gesamten Schweiz in einem tiefgreifenden Wandel. Für Eigentümer und Investoren, die von der OAKS GROUP begleitet werden, ist es entscheidend, diese Anpassungen zu verstehen, um ihre Vermögensverwaltung in einem sich stetig ändernden regulatorischen Umfeld zu optimieren.
Die Abschaffung des Eigenmietwerts: Ein historischer Wendepunkt
Die bedeutendste Neuerung ist die Abschaffung des Eigenmietwerts, die im September 2025 vom Stimmvolk angenommen wurde und per 1. Januar 2029 in Kraft tritt [3, 6, 10]. Dieses System beendet die Besteuerung eines fiktiven Einkommens für selbstbewohntes Wohneigentum [6]. Künftig müssen Eigentümer diesen Wert nicht mehr versteuern, verlieren im Gegenzug jedoch die Möglichkeit, Hypothekarzinsen sowie bestimmte Unterhaltskosten von der Steuererklärung abzuziehen [3, 6, 10]. Diese Reform harmonisiert die Situation von Eigentümern und Mietern, verändert jedoch die Berechnung der Nettorendite bei Wohnimmobilien grundlegend.
Marktdynamik und steuerlicher Druck
Parallel zu dieser Reform hat der Kanton Genf im Rahmen der Schweizer Steuerreformen 2026 Anpassungen vorgenommen, die unter anderem eine Senkung der Vermögenssteuer anstreben [3]. Diese Massnahme zielt darauf ab, den gesamten steuerlichen Druck auf das Vermögen in einem Umfeld steigender Immobilienwerte neu auszubalancieren [3]. Laut Daten von UBS verzeichneten die Preise für Wohneigentum im zweiten Quartal 2026 einen Anstieg von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr [9]. Dieser Aufwärtstrend, gepaart mit einem Anstieg der geforderten Mieten um 2,4 %, unterstreicht die Widerstandsfähigkeit des Genfer Marktes trotz der steuerlichen Anpassungen [9].
Energetische Sanierung und Anreize
Der steuerliche Hebel im Bereich der Energiewende bleibt eine strategische Priorität für Genfer Eigentümer. Obwohl die Berechnungsvorschriften für die Energieeffizienz auf nationaler Ebene angepasst wurden, bleibt die Investition in die energetische Leistung der effektivste Weg, um eine Immobilie aufzuwerten und gleichzeitig von optimierten Steuerabzügen zu profitieren [4]. Bei der OAKS GROUP beobachten wir, dass Immobilien, die den THPE-Standards (Très Haute Performance Énergétique) entsprechen, unabhängig von konjunkturellen Schwankungen eine höhere Attraktivität bewahren.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Abschaffung des Eigenmietwerts per 2029 beendet die Besteuerung des fiktiven Einkommens, schränkt aber den Abzug von Hypothekarzinsen ein [3, 6].
- Die Vermögenssteuer in Genf erfährt eine Entlastung, um die Aufwertung der Immobilienwerte auszugleichen [3].
- Der Schweizer Immobilienmarkt verzeichnet für das Jahr 2026 ein prognostiziertes nominales Preiswachstum zwischen 3,5 % und 4,0 % [9].
- Die Vermögensstrategie sollte künftig eher auf die intrinsische Wertsteigerung der Immobilie als auf die steuerliche Optimierung durch Hypothekarschulden setzen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die unmittelbare Folge der Abschaffung des Eigenmietwerts für Genfer Eigentümer?
Ab 2029 müssen Eigentümer kein fiktives Einkommen mehr deklarieren, was das steuerbare Einkommen senkt. Im Gegenzug können Hypothekarzinsen und laufende Unterhaltskosten für selbstgenutztes Wohneigentum grundsätzlich nicht mehr abgezogen werden [3, 6, 10].
Kompensiert die Senkung der Vermögenssteuer den Anstieg der Immobilienpreise?
Die Steuerreform 2026 zielt spezifisch darauf ab, den steuerlichen Druck angesichts der Aufwertung der Vermögenswerte neu auszubalancieren und Eigentümer zu entlasten, deren Nettovermögen durch die Marktpreisentwicklung mechanisch gestiegen ist [3].
Wie empfiehlt die OAKS GROUP, mit diesen steuerlichen Änderungen umzugehen?
Wir empfehlen eine individuelle Analyse Ihrer Situation, da die Auswirkungen der Abschaffung des Eigenmietwerts stark von Ihrem Verschuldungsgrad und Ihrer gesamten steuerlichen Situation abhängen.
Quellen
- Swiss Tax Horizon, Steuerreformen Genf 2026, August 2026 [3].
- UBS, Real estate market price trends, Juli 2026 [9].
- Mobiliar, Ratgeber Eigenmietwert-Abschaffung, August 2026 [3].
- Omny, Immobilienbesteuerung 2026, Juli 2026 [4].
- Regiobank, Abschaffung Eigenmietwert, 2026 [10].




